Karriere mit Familie

Führungskraft im Handumdrehen

Auch zwei Jahre nach Einführung der Frauenquote gelingt es Männern häufiger als Frauen, ihre Karriereambitionen zu verwirklichen und in die höchsten Positionen aufzusteigen. Angehörige der Generation Y und Z (Geburtsjahrgänge ab 1980) gehen davon aus, dass Frauen heute die gleichen Karrierechancen wie Männer hätten, sie diese lediglich ergreifen müssten. Gleichwohl spielen traditionelle Rollenbilder in der Einschätzung von Aspekten wie Durchsetzungsvermögen,

Führungskräfte mit Familie

Je höher die Position, umso eher wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als konfliktär wahrgenommen. Dass dies zudem Frauen in der Regel noch mehr als Männer tun, ist seit längerem bekannt. Was das unterschiedliche Stressempfinden von Vätern und Müttern bei gleicher Erwerbstätigkeit bedingt, haben Anne Busch-Heizmann und Elke Holst nun unter Nutzung des sozio-ökonomischen Panels SOEP näher untersucht. In

Frauen und Karriere

Frauen meiden Konkurrenzsituationen – das ist ein häufig genannter Grund für den geringen Anteil von Frauen in Führungspositionen. In einer Studie haben Wissenschaftler der Universität Mannheim jetzt herausgefunden, dass Frauen durchaus bereit sind, sich dem Wettbewerb mit anderen zu stellen – wenn sie zuvor weibliche Vorbilder erleben.  Pressemitteilung vom 31. Juli 2017 Sheryl Sandberg ist Geschäftsführerin von Facebook, war zuvor

Vereinbarkeit für Ärzt*innen

Ärzt*innen sehen sich bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie nach wie vor im Nachteil. Dies belegt eine aktuelle Befragung des Ärztlichen Kreis- und Bezirksverbandes München (ÄKBV) unter 1.800 Medizinern in der bayerischen Landeshauptstadt. Besonders unzufrieden sind im Krankenhaus beschäftigte Ärztinnen und Ärzte. Sie wünschen sich eine flexible Kinderbetreuung und einen Notfallbetreuung, falls die reguläre Kinderbetreuung ausfällt, vor allem aber

Familiengründung während einer Promotion

Zum dritten Mal informiert der Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) über die aktuellen Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven von Promovierenden in Deutschland. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Hochschul- und außeruniversitären Forschungssektor ist diesmal Schwerpunktthema. Der Bericht fasst die wichtigsten Forschungsbefunde zusammen und wertet primär Daten aus der amtlichen Statistik und regelmäßig durchgeführten Befragungen aus. Erkenntnisleitende Frage ist jene nach Qualität und

Aus der Praxis

Eine Familiengründung während der Qualifizierung kommt am Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf nahe Rostock für immer mehr junge Frauen und Männer in Frage. Das Institut bietet Unterstützung für Nachwuchswissenschaftler*innen und hat in den letzten drei Jahren eine Reihe von Entlastungsmaßnahmen für den wissenschaftlichen Nachwuchs mit Familie auf den Weg gebracht. Die Zahl der Schwangerschaften und Elternzeiten ist seitdem merklich

Keine Führung ohne Vollzeit

Die Möglichkeit, Vollzeit und mehr zu arbeiten, ist nach wie vor Voraussetzung für die Übernahme hoher und höchster Führungsämter. Gleichzeitig sind Frauen gerade in diesen Positionen unter-repräsentiert. Gemäß ISOC-Definition sind mit höheren und höchsten Führungspositionen Geschäftsführungen, Personal- und Abteilungsleitungen gemeint. An der Unterrepräsentanz von Frauen auf diesen Führungsebenen hat auch die Frauenquote nichts Wesentliches verändert. Dies ergab jüngst erst wieder

Flexible Arbeitszeit managen

Im letzten Monat hat das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung die Studienergebnisse zum Thema „Arbeitszeitoptionen im Lebensverlauf“ veröffentlicht. Die Studie untersucht die Möglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle in vollkontinuierlichen Arbeitsprozessen zu nutzen. Sie fragt sowohl nach bestehenden Barrieren als auch unterstützenden betreiblichen Faktoren. Hierzu wurden rund 120 Personen in ausgewählten Unternehmen nach ihren Erfahrungen befragt. Teilzeit und Elternzeit sind auch in

Modernisierung des Mutterschutzes

Das Bundeskabinett verabschiedete am 11. Mai einen Gesetzentwurf zur Modernisierung des Mutterschutzes, wie ihn das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eingebracht hatte. Die Reform ist dringend notwendig. Die Regelungen zum Mutterschutz stammen noch aus dem Jahr 1952. Deren Überarbeitung war unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung und neuer gesundheitswissenschaftlicher Erkenntnisse längst überfällig. Mit der Reform will die Bundesregierung ein einheitliches

Buchtipp

Julia Kaup untersucht in ihrer Studie die Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen und erläutert deren Ursachen im Wirkungsfeld politischer, sozio-ökonomischer und betrieblicher Einflussfaktoren. In ihrer Ursachenanalyse nimmt sich die Autorin zunächst diese Faktoren einzeln vor und attestiert in allen Bereichen nach wie vor gravierenden Handlungsbedarf. Sie setzt sich ausführlich mit der Historie der gesetzlichen Rahmenregelungen auseinander, die auf die Erwerbsbeteiligung

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Elisabeth Mantl war am 20. April 2016 als Themenexpertin zum Workshop „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ eingeladen, den das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg  veranstaltete. Ziel des Workshops war, aus den Praxiserfahrungen unterschiedlichster Fachleute neue Ideen für das weitere ministerielle Handeln auf Landesebene zu entwickeln. Ausgehend von wissenschaftlichen Inputvorträgen und Erfahrungsberichten aus Brandenburg und

Vereinbarkeit 2.0
Zehn Leitsätze der neuen Vereinbarkeit

Am 21.09.2015 traten Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Spitzen von Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden zum Vereinbarkeitskonvent „Familie und Arbeitswelt – die NEUE Vereinbarkeit“ zusammen. Schwesig stellte gemeinsam mit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer, dem Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Hans Peter Wollseifer und der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Elke Hannack das gleichnamige Memorandum vor. Die großgeschriebene NEUE Vereinbarkeit soll einen qualitativen Sprung im familienbewussten Handeln

Veranstaltungsbericht
Familienfreundliche Wissenschaft

Unter dem Motto „Voneinander Lernen! Für eine familienfreundlichere Wissenschaft“ fand am 17.09.2015 eine Konferenz in der Kalkscheune in Berlin statt. Regina Brinkmann, Wissenschaftsjournalistin unter anderem beim Deutschlandfunk, führte durch die Veranstaltung. Unsere Praktikantin Mena Lüsse war dabei. Sie fasst für Sie Ihre wichtigsten Eindrücke zusammen. Eröffnet wurde die Konferenz mit einem Vortrag von Christina Hadulla-Kuhlmann, die das Referat Chancengerechtigkeit in

Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Wissenschaft

In der Sonderbeilage „Forschungswelten III – Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Wissenschaft“ für die Zeit wird die Arbeit von Dr. Elisabeth Mantl als Auditorin für das audit familiengerechte hochschule dargestellt. „Wir bauen keine Traumschlösser, sondern suchen nach machbaren Lösungen, die sowohl den universitären als auch den persönlichen Belangen gerecht werden“, wird Elisabeth Mantl in dem Artikel „Mit Kind

Aktuelle Umfrage zu Vereinbarkeit

Noch ist viel zu tun in Sachen Förderung der Vereinbarkeit, das zeigt das Update der Studie „Frauen auf dem Sprung“ vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) vom September 2013. Frauen fühlen sich in ihrem Wunsch, Beruf und Familie zu vereinbaren, sowohl von der Politik als auch von den Männern nach wie vor zu wenig unterstützt. Die Neuauflage der Befragung von

Berliner Wirtschaftsverbände wollen mehr Vereinbarkeit

Am 8.11.2013 unterzeichneten die IHK Berlin, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, die Handwerkskammer Berlin, die Vereinigung der Unternehmerverbände Berlin-Brandenburg e.V. und der Berliner Beirat für Familienfragen eine gemeinsame Deklaration zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Berlin. Die Unterzeichnenden möchten mit ihrer gemeinsamen Deklaration die Wichtigkeit von Maßnahmen für eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstreichen, insbesondere im Kontext der

Konzept für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Führungskräfte entwickelt

Das Kompetenzbüro für Familie, Demografie und Gleichstellung untersuchte die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie speziell bei Führungskräften in einer Behörde mit über hundert Führungskräften auf drei Führungsebenen und setzte einschlägige Forschungsergebnisse in die Praxis um. Die Behörde stellte im Change Management Prozess fest, dass sich die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen auf den Führungsebenen als besonders schwierig gestaltet. Das Kompetenzbüro

Aus der Forschung: Führungskräfte im Spannungsfeld von Beruf und Familie

Eine repräsentative Befragung unter Führungskräften zeigt, dass es für Männer und Frauen in unterschiedlichem Maße schwierig ist, ein erfolgreiches Zusammenspiel von Beruf und Familie zu realisieren. Das Vorhandensein von Kindern reduziert die Wahrscheinlichkeit bei Frauen erheblich, in eine Führungsposition zu gelangen. Welche Ursachen und zentralen Einflussfaktoren behindern die Vereinbarkeit bei Führungskräften? Zu den zentralen Faktoren gehören die betrieblichen Anforderungen und