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Boys’Day und Girls’Day 2016

Dem Fachkr├Ąftemangel entgegenwirken

Luftbild_ArcelorMittal_Bottrop

Knapp 60 Sch├╝ler_innen kamen 2016 zum Zukunfsttag nach ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt. Darunter auch einige M├Ądchen. (Foto: Krd – Wikimedia Commons)

Auch dieses Jahr erhielten Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler deutschlandweit in tausenden Unternehmen, Betrieben, Einrichtungen und Hochschulen Einblick in die Berufswelt. Sie konnten sich mit Themen befassen, die sie sonst nicht im Fokus haben. Bundesweit haben rund 130.000 M├Ądchen und Jungen diese Chance genutzt.

Boys┬┤und Girls┬┤Day sollen ├╝berkommene Rollenmuster bei der Berufswahl ├╝berwinden helfen. Staatssekret├Ąr im BMFSFJ Dr. Ralf Kleindiek betont die Bedeutung der Aktionstage f├╝r eine unvoreingenommene Zukunftsplanung: „Girls’Day und Boys’Day machen Schluss mit Vorurteilen in der Berufs- und Studienwahl. Das gro├če Interesse der tausenden M├Ądchen und Jungen am j├Ąhrlichen Girls’Day und Boys’Day belegt, dass endlich ein Umdenken erfolgt. Die Zeiten der „Frauen- und M├Ąnnerberufe“ sind l├Ąngst vorbei. Sogenannte typische Berufsfelder, entsprechen nicht mehr den W├╝nschen und Potenzialen der jungen Menschen, geschweige denn den Realit├Ąten des Arbeitsmarktes. Die gesamte Breite an Berufen muss f├╝r alle offen stehen. Nur so kann eine geschlechtergerechte Berufs- und Studienwahl gelingen, die letztlich auch die Lohngerechtigkeit zwischen M├Ąnnern und Frauen f├Ârdern wird.“

Welche Erfahrungen aber machen die Arbeitgeber selbst? Und wie sch├Ątzen Sie die Wirkung der Ma├čnahme ein? J├╝rgen Peschel, Leiter der Berufsbildung bei ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt und Anke Steuk von der Berliner Stadtreinigung A├ÂR haben uns ihre Erfahrungen geschildert.

Girlsday/Zukunftstag 2016 bei ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt

ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt beteiligt seit vielen Jahren am Zukunftstag und ist offen f├╝r Schulklassen und einzelne Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler. In diesem Jahr kamen knapp 60 junge Menschen, um den Auszubildenden im Berufsbildungszentrum (BBZ) ├╝ber die Schulter zu schauen. Darunter waren auch einige Sch├╝lerinnen. Sie zeigten sich ├╝berrascht, wie viele junge Frauen bei Arcelor eine Ausbildung machen. ArcelorMittal Eisenh├╝ttenstadt ist stolz auf seinen hohen Frauenanteil auch im technischen Bereich. Peschel freut sich, dass jedes Jahr neue Industriemechanikerinnen und Elektronikerinnen hinzukommen.

Der Ausbildungsleiter findet es gut, dass es sowas wie den ÔÇ×GirlsdayÔÇť gibt, der in Brandenburg ÔÇ×ZukunftstagÔÇť hei├čt. Gerade im Zeichen des demografischen Wandels findet er die berufliche Orientierung sehr wichtig. Allerdings k├Ânne er die Klagen vieler Unternehmen ├╝ber mangelndes Interesse best├Ątigen, die sich daraufhin nicht mehr am Zukunftstag beteiligen. „Eigentlich schade!“ findet Peschel und f├Ąhrt fort: „Der Zukunftstag k├Ânnte noch viel besser sein ÔÇô sowohl f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler, als auch f├╝r die Wirtschaft ÔÇô wenn die jungen Leute besser vorbereitet in die Unternehmen k├Ąmen“.

„Wir wollen dich als IT-Girl.“: M├Ądchen-Zukunftstag bei der Berliner Stadtreinigung A├ÂR

├ähnliches berichtet auch Anke Steuk von der Berliner Stadtreinigung A├ÂR. Auch sie findet die Sch├╝ler_innen oft nicht gut genug ├╝ber berufliche M├Âglichkeiten und Perspektiven informiert. So seien die M├Ądchen oft nachgerade verbl├╝fft, wieviel modernes Unternehmen sich hinter den T├Ątigkeitsbereichen M├╝llabfuhr und Stra├čenreinigung verberge.

Die Berliner Stadtreinigung A├ÂR hat dieses Jahr unter dem Motto „Wir wollen dich als IT-Girl!“ M├Ądchen geworben, sich in einem technischen Beruf auszuprobieren. 20 Sch├╝lerinnen zwischen 12 und 15 Jahren sind dieser Einladung gefolgt.┬áAu├čerdem haben im Ausbildungszentrum der BSR-Werkst├Ątten weitere 20 M├Ądchen die Berufsfelder Metall- und Elektrotechnik erkundet. Anke Steuk erz├Ąhlt, dass die M├Ądchen zun├Ąchst vor allem dem Unternehmen an sich gegen├╝ber sehr aufgeschlossen sind. Die BSR genie├čt den Ruf, attraktiver, guter Arbeitgeber zu sein. Das lockt. Das Interesse an konkreten technischen Berufsbildern sei bei den M├Ądchen hingegen eher verhalten. Lassen sie sich dann aber auf die vorbereiteten ├ťbungen ein, nehmen sie sehr interessiert, wissbegierig und mit viel Spa├č teil. Die M├Ądchen sammeln damit ganz neue Erfahrungen und Eindr├╝cke in Berufsfeldern, die ihnen in der Tat fremd sind. „Ein Schritt in die richtige Richtung“, findet Steuk.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.girls-day.de | www.boys-day.de | www.neue-wege-fuer-jungs.de

 

 


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