Online-Journal-2018-2

MĂ€nnlich, deutsch, Akademikereltern

Mehrfachselektion auf dem Weg nach oben

Zunehmend rĂŒckt das PhĂ€nomen der Mehrfachdiskriminierung in den Blickpunkt von Forschung und Politik. Statt sich lĂ€nger auf nur eine DiversitĂ€tsdimension zu beschrĂ€nken, geht es nunmehr verstĂ€rkt um das Zusammenspiel von Faktoren wie Migration, Religion, Bildung und Geschlecht. Das ist auch Ansatz dieser eindrucksvollen Studie, die im Ergebnis erschĂŒttert. Bedingt durch die Ökonomisierung der Hochschulen und die VerschĂ€rfung des Wettbewerbs haben

Akademikerpaare werden Eltern

Rollenfindung und BewÀltigungsstrategien

Akademiker*innen erleben die FamiliengrĂŒndung als selbstbestimmt und selbstgewĂ€hlt. Ihre Elternschaft bewerten sie als Gestaltungsspielraum, der emotionale Erfahrungen und Chancen biografischen Wachstums bietet. Am Übergang zur Erstelternschaft agieren sie pragmatisch und rational. Die Retraditionalisierung in der Paarbeziehung betrachten sie, weil selbst gewĂ€hlt, als nicht problematisch. Zu diesen Ergebnissen kommt Tina Kleikamp. FĂŒr ihr Dissertationsprojekt hat sie neun Akademikerpaare ĂŒber viele Monate

Mutterschaft heute

Konstruktionen und Erfahrungen

Was Mutterschaft bedeutet, Ă€ndert sich im Zeitverlauf. Ebenso variieren die Vorstellungen ĂŒber Erziehungsziele, Erziehungsstile und die Erkenntnisse, was Kinder fĂŒr persönliches Wachstum benötigen. VariabilitĂ€t besteht in AbhĂ€ngigkeit von der sozialen, der kulturellen und der generationellen Zugehörigkeit. Ebenso spielen sexuelle Orientierung und ethnische Herkunft eine Rolle. Die DiversitĂ€t findet im öffentlichen Diskurs um Mutterschaft, sexuelle Selbstbestimmung und Vereinbarkeit von Beruf und

Gender und Diversity in Organisationen

Buchtipp zu EinfĂŒhrung und Praxistransfer

Dass Frauen und MĂ€nner im betrieblichen Alltag selbstverstĂ€ndlich gleich behandelt werden, ist inzwischen gĂ€ngiges Motiv. HĂ€ufig wird mit ihm die Notwendigkeit organisationaler Maßnahmen zur Förderung von Gleichstellung und Chancengerechtigkeit in Frage gestellt und negiert. Diese EinschĂ€tzung impliziert jedoch hĂ€ufig eine Vielzahl blinder Flecken in der Wahrnehmung gleichwohl bestehender Ungleichheit. Gleichzeitig wird die notwendige Auseinandersetzung mit Ungleichheit stiftender Mechanismen, die im

Antifeminismus im Aufwind

Buchtipp zu HintergrĂŒnden und Diskursen

Debatten um die Bildungsverlierer Jungen motivierten zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Formierung maskulistischer Vereine, die gegen feministische, vermeintlich mĂ€nnerfeindliche PrĂ€gungen der Gesellschaft anschrieben und argumentierten. Sie schufen das Narrativ des Feminismus als mĂ€nnerfeindliches wie widernatĂŒrliches Projekt, das u.a. die bildungspolitische Benachteiligung von Jungen in sich trage. Volker Zastrows Artikel in der FAZ vom 20.6.2006 verstehen Wissenschaftler*innen im RĂŒckblick als

FĂŒr mehr Frauen in FĂŒhrung

Gelingensfaktoren betrieblicher Strategien

Erst wenn sich die kognitiven und normativen Konzepte auch auf der Individualebene verĂ€ndern, wird sich die Geschlechterungleichheit auf FĂŒhrungsebene angleichen lassen. Dies ist eine der zentralen Aussagen von Jeanette Trenkmann. FĂŒr ihre Dissertation hat sie exemplarisch die BemĂŒhungen ein großes deutsches Unternehmen der Finanzdienstleistungsbranche analyisiert, mehr Frauen in FĂŒhrungspositionen zu bringen. Die Autorin zeichnet an Hand ihrer Einzelfallstudie das strategische

Online-Test zur Familien­freund­lich­keit und betrieb­lichen För­derung einer partner­schaftlichen Arbeits­teilung. [zum Test]

audit berufundfamilie

Dr. Elisabeth Mantl ist seit 2005 zertifizierte Auditorin fĂŒr das audit berufundfamilie, das eine familienbewusste Personalpolitik nachhaltig umzusetzen hilft. Weiterlesen →