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´╗┐Gefl├╝chtete in Ausbildung und Arbeit

Aus der Praxis f├╝r die Praxis´╗┐

Arbeitgeber k├Ânnen Gefl├╝chtete in Ausbildung und Arbeit vielf├Ąltig unterst├╝tzen.
(foto: pixabay.com. Geralt)

Die Integration von Gefl├╝chteten in Ausbildung und Arbeit geht voran. Rund ein Drittel der Gefl├╝chteten ist drei Jahre nach dem ersten gro├čen Zuzug sozialversicherungspflichtig besch├Ąftigt. Gleichwohl kann noch einiges getan werden, um den Weg in Ausbildung und Arbeit zu erleichtern. Dar├╝ber, was genau weiter zu tun ist und was Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber bei der Integration von Gefl├╝chteten ber├╝cksichtigen und unterst├╝tzend anbieten sollten, haben wir uns mit den beiden Fachfrauen Yvonne Meyer von der IHK und Vera Kirchesch von der FH Potsdam unterhalten.

Kirchesch ber├Ąt seit 2015 im Rahmen des Projekts HERe! Gefl├╝chtete mit Studienwunsch. Meyer unterst├╝tzte bis vor kurzem im Welcome Integration Network (WIN) Service-Center Ausbildungsbetriebe und Gefl├╝chtete, die einen Ausbildungsplatz suchten. In ihrer t├Ąglichen Arbeit erhalten beide tiefe Einblicke in die besonderen Herausforderungen, M├Âglichkeiten und Bed├╝rfnisse von M├Ąnnern und Frauen, die nach ihrer Ankunft in Deutschland lernen, studieren und arbeiten wollen. Ihre Eindr├╝cke erg├Ąnzen die aktuellen Forschungsbefunde aufschlussreich und alltagsnah. In der Zusammenf├╝hrung von Beratungswissen und Studienergebnissen m├Âchten wir betriebliche Handlungsoptionen f├╝r eine gelingende berufliche Integration dieser besonderen Zielgruppe aufzeigen:

Angebote zur Vertiefung und Fachspezifizierung der Deutschkenntnisse

Wenig ├╝berraschend steht die F├Ârderung von Spracherwerb und Sprachvertiefung an oberster Stelle auch der betrieblichen Unterst├╝tzungsm├Âglichkeiten.[1] Denn selbst dann, wenn Gefl├╝chtete die f├╝r einen Ausbildungs- oder Studienplatz erforderlichen Sprachzertifikate B2 bzw. C1 erwerben, ist damit noch nicht garantiert, dass sie am Arbeitsplatz, in der Berufsschule oder im Studium tats├Ąchlich auch zurechtkommen. Sich im Ausbildungs-, Arbeits- und Studienalltag zu verst├Ąndigen, Arbeitsaufgaben zu verstehen, abzustimmen und dann auch umzusetzen, erfordert die F├Ąhigkeit der fachspezifischen Kommunikation und Sprachkompetenz.[2] ÔÇ×Oft fehlt den Sprachkursen der konkrete Praxisbezug. Die Sprache in der Berufsschule ist viel ÔÇ×schnellerÔÇť als im Deutschkurs, die Muttersprachler*innen sind in der Mehrheit. Fachbegriffe werden nicht eigens erl├Ąutert. Dazu kommt das Brandenburger Idiom, das muss man auch erst mal verstehen lernen.ÔÇť ÔÇ×Man muss einfach wirklich richtig gut Deutsch k├Ânnen, um ein Studium oder eine Ausbildung zu absolvieren. Das wird total untersch├ĄtztÔÇť, so Meyers und Kircheschs Erfahrung der letzten Jahre.

Fehlte den Sprachkursen die notwendige Fachspezifik, die in den Berufsschulen aber vorausgesetzt wird, k├Ânnen Betriebe mit einer Reihe von Ma├čnahmen unterst├╝tzen. Insgesamt, so Meyer und Kirchesch, sollte Gefl├╝chteten der Zugang zu Betrieben viel fr├╝her m├Âglich sein, um etwa im Rahmen von Praktika und Hospitationen berufsbezogene Sprachkenntnisse zu erwerben und das sprachlich Erlernte gleich in einem realen Arbeitsumfeld zu erproben.[3]

Grunds├Ątzlich sollten Betriebe zudem erw├Ągen, ob sie gefl├╝chteten Besch├Ąftigten ├╝ber die Integrationssprachkurse hinaus weitere vertiefende Sprachkurse anbieten. Denn mit Auslaufen der aktiven Sprachvermittlung droht das Sprachniveau auf dem Erreichten einzufrieren, eine sprachliche Weiterbildung bleibt aus. Hier k├Ânnten u.a. betriebliche Sprachtandems helfen oder vertiefende Sprachkurse w├Ąhrend der Arbeitszeit.

F├Ârdern gemeinsamer, passender Kommunikation- und Probleml├Âsungsstrategien

Doch nicht nur aus sprachlichen Gr├╝nden kommt es immer wieder zu Missverst├Ąndnissen und Fehlinterpretationen. Sie werden auch durch die unterschiedlichen Kommunikations- und Konfliktstrategien ausgel├Âst. ÔÇ×Manchmal muss ich mehrfach nachhaken, ob etwas verstanden wurdeÔÇť, so Meyer, ÔÇ×zuerst wird genickt, beim zweiten oder dritten Mal kommt dann ’nein, doch nicht‘. Selten werden Probleme oder Herausforderungen offen angesprochen.ÔÇť

Die kulturell unterschiedlichen Formen der Problemansprache irritieren im betrieblichen Alltag schnell, in der Zusammenarbeit mit Kolleg*innen ebenso wie im Kontakt mit den Ausbildenden. Meyer und Kirchesch machen die Erfahrung, dass gefl├╝chtete Jugendliche weniger fragen und hinterfragen und eher darauf vertrauen, dass sich Probleme schon von selbst l├Âsen als Jugendliche, die in Deutschland aufgewachsen sind: ÔÇ×So laufen Gefl├╝chtete schnell Gefahr, als uninteressiert oder unselbst├Ąndig wahrgenommen zu werden.ÔÇť

Viele derer, die zu Meyer und Kirchesch in die Beratung kommen, w├╝nschen sich eine Person an der Seite, die man immer ansprechen kann und die im Umfeld interkultureller Unterschiede Verst├Ąndnis schafft und Br├╝cken schl├Ągt. „Hier k├Ânnen Unternehmen mit Diversity Trainings ansetzen und interkulturelle Kompetenzen f├Ârdern. Wie in Sachen Spracherwerb helfen auch hier Tandems oder Mentorings.“

Bei der Berufsorientierung unterst├╝tzen

Auch Berufsorientierung und Berufsfindung weisen einige Unterschiede zwischen den Kulturen auf, erleben Meyer und Kirchesch. Anders als die hier aufwachsenden Jugendlichen suchen viele der gefl├╝chteten M├Ąnner und Frauen Vorgaben von au├čen. Der Gro├čteil der Gefl├╝chteten kommt in Erwartung einer Richtungsvorgabe in die Beratung, berichten Meyer und Kirchesch ├╝bereinstimmend. Typischerweise werden sie gefragt: ÔÇ×Was soll ich machen? In welchen Beruf soll ich einsteigen, welches Studium soll ich beginnen?ÔÇť

F├╝r viele der Gefl├╝chteten waren der schulische und berufliche Werdegang vorgezeichnet, vom Bildungssystem oder der Familie vorgegeben. Kirchesch erl├Ąutert dies am Beispiel Syrien. Dort entscheidet sich beispielsweise nach Abschluss der 10. Klasse ausschlie├člich am Notendurchschnitt der weitere Bildungsweg. Hat man einen passablen Schulabschluss, legt man ein literarisches (ohne das Schulfach Mathematik) oder bei einem guten Schulabschluss ein naturwissenschaftliches Abitur ab.

Auch bei der Berufswahl sind die Weichen in den Herkunftsl├Ąndern oft schon gestellt, weil Schulnoten ├╝ber die berufliche Ausrichtung entscheiden, man im famili├Ąren und sozialen Netzwerk vermittelt wird und bei Verwandten und Freunden der Familie im Betrieb einsteigt, oder weil famili├Ąr erwartet wird[4], dass die Kinder einen Beruf ergreifen, der ein besonders hohes Ansehen genie├čt. Wer einen guten Schulabschluss hat, studiert in der Regel eines der prestigetr├Ąchtigen F├Ącher wie Medizin, Architektur oder Bauingenieurwesen oder strebt, wie Frau Meyer zu berichten wei├č, eine Ausbildung in Fachinformatik oder Zahntechnik an oder will ÔÇ×in der Apotheke arbeitenÔÇť.

L├Ąsst sich dies in Deutschland nicht genauso umsetzen, f├Ąllt es vielen schwer, Alternativen zu denken und zu entwickeln. Viele, so Meyer, haben sich noch nie gefragt, was sie eigentlich machen m├Âchten, was sie interessiert und wo ihre St├Ąrken liegen.

Allgemein sollten zur Berufsvorbereitung mehr Praktika und Hospitationen angeboten und finanziert werden, damit Gefl├╝chtete leichter herausfinden k├Ânnen, was sie k├Ânnen und wollen.[5] Erfolgversprechend ist auch die Zusammenarbeit mit sogenannten Talentscouts, die die Jugendlichen begleiten und kultursensibel beraten, des Weiteren die Durchf├╝hrung von Potential- und Qualifikationsanalysen und das Angebot an darauf aufbauenden Anpassungsma├čnahmen.[6]

Vorbereiten und einf├╝hren in die hiesigen Lern- und Arbeitstechniken

Herausfordernd wird es zudem, so fahren Meyer und Kirchesch fort, wenn die Art zu lernen und zu arbeiten in den Herkunftsl├Ąndern sehr anders war als die, die in Deutschland vorausgesetzt wird. Das macht vielen Gefl├╝chteten zu schaffen. Sehr viel mehr als in den meisten Herkunftsl├Ąndern wird in deutschen Bildungseinrichtungen und Unternehmen selbst├Ąndiges, selbstorganisiertes, reflexives und anwendungsorientiertes Denken, Lernen und Arbeiten vermittelt und erwartet. In Syrien zum Beispiel steht im Zentrum des Lernprozesses Wissensaneignung, erf├Ąhrt Kirchesch in ihren Beratungen: „Eine Grafik selbst├Ąndig zu interpretieren ist kein Teil des Lehrplans, w├Ąhrend Auswendiglernen innerhalb klar definierter Zeitr├Ąume sehr viel h├Ąufiger gefordert wird. Auf diesem Hintergrund ist es oft schwer zu vermitteln, was erwartet wird, wenn im Studium Interpretationen, Auswertungen und Einsch├Ątzungen formuliert und Zeitschienen selbst definiert werden sollen. Dies wirkt sich dann auch auf das Arbeitsverhalten aus.“

Auch eine Ausbildung in der Form, wie sie in Deutschland Standard ist, gibt es in den Herkunftsl├Ąndern der Gefl├╝chteten nicht. Dort wechselt man meist nach der 10. Klasse in den Beruf und lernt im Job. Eine schulische Ausbildung ist unbekannt. ÔÇ×Es ist schwierig zu erkl├Ąren, warum man drei Jahre einen Beruf in einem dualen System erlernen mussÔÇť, sagt Meyer. ÔÇ×Viele junge Gefl├╝chtete f├╝hlen sich auf sich allein gestellt und extrem orientierungslos. Vielen f├Ąllt es schwer, zu verstehen, wie Schule, Ausbildung und der ├ťbergang in den Beruf funktionieren.ÔÇť[7]

Helfen k├Ânnen auch alle Br├╝ckenma├čnahmen, die die Gefl├╝chteten lern- und arbeitstechnisch auf eine Ausbildung oder eine Erwerbst├Ątigkeit vorbereiten sowie Mentoringprogramme, in deren Rahmen erfahrene Besch├Ąftigte Arbeitstechniken und kulturelle Codes einf├╝hren und jederzeit ansprechbar sind. Auch das Instrument der Assistierten Ausbildung, konzipiert f├╝r Jugendliche, die nicht unter optimalen Bedingungen in die Berufsausbildung starten, h├Ąlt Meyer f├╝r eine gute Unterst├╝tzung. ÔÇ×Auch ein Ehrenamtsprogramm wie VerA, das zum Beispiel ehemalige Fach- und F├╝hrungskr├Ąfte als Ausbildungsbegleiter vermittelt, ist prima. Auch gut sind Buddy-Systeme, in denen sich Muttersprachler*innen innerbetrieblich um Gefl├╝chtete k├╝mmern.ÔÇť

Ber├╝cksichtigen von Fluchterfahrung und Traumatisierung

Neben all den Anpassungsherausforderungen haben viele gefl├╝chtete Menschen vor allem ihre Traumatisierung durch Flucht, Krieg, Entbehrung, Gefangenschaft, Folter, geschlechtsspezifische Gewalt zu bew├Ąltigen.[8] Sie h├Ąngen mit ihren Gedanken am Heimatland, gr├╝beln, wie es Familie und Freunden zu Hause geht. Meyer und Kirchesch erleben das immer wieder. Besonders jene, die eine traumatische Flucht hinter sich haben und alles zur├╝cklassen mussten, leiden an psychischen Beeintr├Ąchtigungen. ÔÇ×Gefl├╝chtete Studierende sind eben nicht einfach internationale Studierende, sie haben eine besondere Geschichte und brauchen auch eine andere BegleitungÔÇť, res├╝miert Kirchesch ihre Erfahrungen. Psycho-soziale Beratung, Vertrauenspersonen und ein vertrauensstiftendes Umfeld sind n├Âtig, ebenso eine entsprechende Sensibilisierung der F├╝hrungskr├Ąfte und Besch├Ąftigten.[9] Dar├╝ber hinaus lassen sich bei schwerwiegenden seelischen Behinderungen bedarfsgerechte Assistenzen ├╝ber das BTHG auf den Weg bringen und ├╝ber das Budget f├╝r Arbeit finanzieren. Arbeitgeber k├Ânnen sich hier an die einschl├Ągigen Beratungsstellen wenden.[10]

Verst├Ąrkte Ansprache von Frauen

Eine Aufgabe f├╝r die Zukunft sieht Meyer in der verst├Ąrkten Ansprache von Frauen. 80% der Gefl├╝chteten, die eine Ausbildung machen sind m├Ąnnlich, 20% weiblich. Um f├╝r eine Ausbildung zu werben, gingen sie direkt in die Sprachkurse, spr├Ąchen gezielt Frauen an. ÔÇ×Viele junge Frauen erlebe ich erst mal als extrem sch├╝chtern, w├Ąhrend sich die Jungs eher sagen, das mache ich jetzt halt. Aber ich merke auch, den Frauen ist es wichtig, eine gute Ausbildung zu haben. Meiner Einsch├Ątzung nach bringen sie im Vergleich bessere Voraussetzungen mit, haben schon studiert oder einen guten Schulabschluss gemacht.ÔÇť Da sei noch jede Menge Potenzial vorhanden.

Gezielte Ma├čnahmen f├╝r gefl├╝chtete Frauen mit Kindern anbieten

Studien der letzten beiden Jahre, die sich explizit mit Fragen der Integration von gefl├╝chteten Frauen befasst haben, sehen dies ganz ├Ąhnlich. ├ťber die von Meyer und Kirchesch geschilderten Herausforderungen hinaus stellen die Familienbildung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefl├╝chtete Frauen vor weitere zu bew├Ąltigende Anforderungen.[11]

Der Gro├čteil der Frauen, die bereits im Herkunftsland Kinder bekommen haben, hat die Schule oder die Ausbildung ohne Abschluss verlassen. Auch haben sie in der Regel deutlich weniger Berufserfahrung gesammelt als die M├Ąnner.[12] Dies setzt sich in Deutschland fort und behindert die Integration in den Arbeitsmarkt erheblich.

Gleichwohl w├╝nschen sich 63 Prozent der gefl├╝chteten Frauen, in Deutschland eine Arbeit aufzunehmen, einen Schulabschluss zu machen oder eine Berufsausbildung zu absolvieren.[13] F├╝r sie steht eine selbstbestimmte Lebensf├╝hrung im Fokus. Daneben gibt es aber genauso Frauen mit traditionellen Familien- und Partnerschaftsvorstellungen, deren Sinnstiftung weniger im Erwerb als vielmehr in der Familie begr├╝ndet liegt und deren Erwerbsorientierung insgesamt gering ist.[14] Ma├čnahmen zur F├Ârderung der Erwerbsbeteiligung von gefl├╝chteten Frauen bed├╝rfen daher unbedingt diversifizierter Konzepte, die der Vielfalt weiblicher Lebensentw├╝rfe gerecht werden.

Gespr├Ąche mit gefl├╝chteten Frauen an der Berliner Charit├ę machen deutlich, dass vor einer wie auch immer gearteten Integration die Erlangung von eigenst├Ąndiger Entscheidungsf├Ąhigkeit steht. Christine Kurmeyer, Zentrale Frauenbeauftragte der Charit├ę, h├Ąlt deshalb einen ausreichenden Zeitraum des Ankommens, des Orientierens in der neuen, ungewohnten Lebenslage und die Erlangung von Sicherheiten – insbesondere f├╝r die mitgebrachten Kinder – f├╝r unverzichtbar.[15] Erst dann k├Ânnen qualifizierte Entscheidungen getroffen werden, wie die Frauen ihr Leben weiter gestalten m├Âchten.

Auswahl der betrieblich passenden und zielgruppenorientierten Ma├čnahmen zur Unterst├╝tzung gefl├╝chteter Frauen

Aktuelle Studien haben ├╝ber die bereits erl├Ąuterten Ma├čnahmen hinaus noch weitere spezifische Unterst├╝tzungsm├Âglichkeiten auf ihrem Weg in Ausbildung und Erwerbst├Ątigkeit f├╝r gefl├╝chtete Frauen identifiziert:

  • Praktische und psycho-soziale Beratungsangebote, die alle Familienmitglieder einbinden und Einsatz weiblichen Beratungspersonals
  • Unterst├╝tzung bei der Kitasuche und Unterbringung
  • Kinderbetreuungsangebote
  • Aufbau von Frauen-Tandems, m├Âglichst mit Muttersprachlerinnen
  • Fr├╝hzeitiger Kontakt zu M├╝ttern und ihren Familien, um f├╝r Angebote zu sensibilisieren
  • Aufsuchende Beratung
  • Arbeit mit Potenzialorientierung zur Nutzung beruflicher Erfahrungen und F├Ąhigkeiten, die jenseits formaler Qualifikationen im Herkunftsland erworben worden sind
  • Angebot von darauf aufbauenden Anpassungslehrg├Ąngen und Kursen
  • Duale Ausbildungsm├Âglichkeiten in Teilzeit
  • Partizipative und ergebnisoffene Einbindung der Frauen in die Ausgestaltung der Unterst├╝tzungsarbeit.

Fazit

Es zeigt sich: Die M├Âglichkeiten und bereits getesteten Ma├čnahmen sind vielf├Ąltig. Dabei ist es wichtig, alle Parteien im Blick zu behalten und die Ma├čnahmen zu w├Ąhlen und durchzuf├╝hren, die zu den W├╝nschen, Bed├╝rfnissen und F├Ąhigkeiten der Gefl├╝chteten ebenso passen wie zu dem ausbildenden oder besch├Ąftigenden Betrieb. Absolut unverzichtbar, so endet unser Gespr├Ąch mit Frau Kirchesch, sind die Kontinuit├Ąt und Dauerhaftigkeit der Unterst├╝tzung. Die Beratungsstelle HERe! wird mit Auslaufen der Projektgelder zum Ende des Jahres schlie├čen.

Die Interviews mit Yvonne Meyer und Vera Kirchesch f├╝hrte Heike Roth.

Literatur:

BMFSFJ (2019): So gelingt der Berufseinstieg von gefl├╝chteten M├╝ttern. Erkenntnisse aus dem ESF-Bundesprogramm ÔÇ×Stark im Beruf ÔÇô M├╝tter mit Migrationshintergrund steigen ein.ÔÇť Monitor Familienforschung 40:https://www.bmfsfj.de/blob/133056/54db6e8e2978650e927dbcea22d70ac6/monitor-familienforschung-ausgabe-40-so-gelingt-der-berufseinstieg-von-gefluechteten-muettern-data.pdf Abrufdatum: 21.5.2019

Br├╝ckner, Herbert (2018): Arbeitsmarktintegration von Gefl├╝chteten beschleunigt sich. In: IAB-Forum 7. September 2018, https://www.iab-forum.de/arbeitsmarktintegration-von-gefluechteten-beschleunigt-sich/, Abrufdatum: 23. April 2019

Br├╝ckner, Herbert u.a. (2019a): Gefl├╝chtete machen Fortschritte bei Sprache und Besch├Ąftigung. BAMF-Kurzanalyse 01/2019: http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Kurzanalysen/kurzanalyse1-2019-fortschritte-sprache-beschaeftigung.html;jsessionid=F1039DF6C3E2BA19A5DACBCD15BA2AAE.1_cid359?nn=7495794 Abrufdatum: 21.5.2019

Ders. u.a. (2019b): Gefl├╝chtete machen Fortschritte bei Sprache und Besch├Ąftigung. IAB-Kurzbericht 3/2019: http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb0319.pdf. Abrufdatum: 23. April 2019

Farrokhzad, Schahrzad (2018): Qualifikation und Teilhabe gefl├╝chteter Frauen und M├Ąnner am Arbeitsmarkt. In Rauf Ceylan, Markus Ottersbach & Petra Wiedemann (Hrsg.): Neue Mobilit├Ąts- und Migrationsprozesse und sozialr├Ąumliche Segregation. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, S. 157-185.

Fendel, Tanja (BMFSFJ (2019), S. 2019): Die Arbeitsmarktintegration gefl├╝chteter Frauen. In: WISO direkt 02/2019, S. 1-4: http://library.fes.de/pdf-files/wiso/15115.pdf Abrufdatum: 23. April 2019

Kurmeyer, Christine (2018): ÔÇ×Ich w├╝rde so gerne Deutsch lernen, aber ich muss immer an meine Kinder denkenÔÇŽ.ÔÇť Konstruktive Integrationspolitik f├╝r gefl├╝chtete Frauen. In: Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte 9/2018 (Fremde Heimat. Migration und Integration), S. 20-22.: https://www.fes.de/index.php?eID=dumpFile&t=f&f=35048&token=9ca47a104890cd8d782a12689645a1ea98cc4b1c Abrufdatum: 24. April 2019

Lang, Julia (2019): Berufsbezogene Sprachf├Ârderung erh├Âht die Besch├Ąftigungschancen deutlich, In: IAB-Forum 13. M├Ąrz 2019, https://www.iab-forum.de/berufsbezogene-sprachfoerderung-erhoeht-die-beschaeftigungschancen-deutlich/, Abrufdatum: 23. April 2019

Ullmann, Johanna Maria und Ulrike Lingen-Ali (2018): Gefl├╝chtete Frauen in Deutschland. https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/280382/gefluechtete-frauen-in-deutschland, Abrufdatum: 21.5.2019

Stab Beauftragte f├╝r Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (2019): Arbeitsmarktintegration von Frauen mit Fluchterfahrung: Erfolgsgeschichten und gute Ans├Ątze f├╝r die Praxis: https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/MadA-Frauen-Erfolgsgeschichten_ba039373.pdf

Wiedner, Jonas u.a. (2018): Arbeitsmarktintegration von Gefl├╝chteten: Potenziale, Perspektiven und Herausforderungen. In: Flucht: Forschung und Transfer. State-of-Research Paper 7. Institut f├╝r Migration und Interkulturelle Studien (IMIS) / Bonn International Centre for Conversion (BICC), Osnabr├╝ck/Bonn. https://flucht-forschung-transfer.de/wp-content/uploads/2018/03/SoR-07-Arbeitsmarktintegration-von-Gefl%C3%BCchteten.pdf Abruf: 24.April 2019.


[1] BMFSFJ (2019), S. 10 ff sowie Fendel, 2019, S. 1ff., bpb 2018, Br├╝ckner, 2019 und 2019b, S. 4f.

[2] Studien zur berufsbezogenen Sprachf├Ârderung best├Ątigen den Eindruck der beiden Beraterinnen. Lang 2019. Wiedner 2018, s. 16f.

[3] An anderen Stellen wurden diese bereits erfolgreich getestet. Lang 2019.

[4] Zur Relevanz sozialer Netzwerke beim Berufseinstieg siehe allg. auch Br├╝ckner, 2019b, S. 9f.

[5] Vgl. hierzu auch die Angebote der Arbeitsagentur Marburg, die ganz ├Ąhnlich ansetzen. (Stab, S. 7ff)

[6] Weiterf├╝hrende Best Practice Beispiele finden sich bei Stab, S. 13ff., sowie bei Kurmeyer, 2018, S. 21.

[7] Vgl. allgemein hierzu Br├╝ckner, 2019b, S. 10, Abb. A7)

[8] Vgl. hierzu u.a. auch Br├╝ckner, 2019a, S. 3, Kurmeyer, 2018, S. 21.

[9] Zu den Handlungsnotwendigkeiten siehe auch Br├╝ckner, 2019b, S. 6, Kurmeyer 2018, s. 20f, Stab 20xx, S. 7ff

[10] https://www.gemeinsam-einfach-machen.de/GEM/DE/AS/Umsetzung_BTHG/EUTB/EUTB_node.html. (letzter Zugriff: 21.5.2019)

[11] BMFSFJ (2019), S. 10 ff sowie Fendel, 2019, S. 1ff., bpb 2018, Br├╝ckner, 2019a.

[12] (BMFSFJ (2019), S. 5)

[13] (BMFSFJ (2019), S. 6)

[14] (BMFSFJ (2019), S. 6)

[15] Kurmeyer, 2018, S. 21.


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