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Gerechte Teilhabe im Alter ermöglichen

Erwerbsbeteiligung und betriebliche Verantwortung

Ungleiche Altersteilhabe liegt immer auch in sozial und geschlechtsspezifisch selektiv verteiler Erwerbsbeteiligung begründet.

Wie schaffen wir es, die Versorgung in Gesundheit und Pflege so zu gestalten, dass sie der steigenden Zahl älterer, oft mehrfach und chronisch kranker Patientinnen und Patienten gerecht wird? Wie werden wir der wachsenden Vielfalt im Alter gerecht – in den Lebensentwürfen, kulturellen Identitäten und unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Bedarfe? Dies sind die von Landesministerin Barbara Steffens ausformulierten Leitfragen dieser Studie.

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Forschungsgesellschaft für Gerontologie gibt die Veröffentlichung Einblick in die sozialwissenschaftliche Alter(n)sforschung. Die Einzelbeiträge gliedern sich entlang der drei Forschungsschwerpunkte der Forschungsgesellschaft „Lebenslagen, Lebensformen und soziale Integration“, „Arbeit, Wirtschaft und Technik“ sowie drittens „Seniorenpolitik, kommunale Beratung und Planung“. Die Perspektive „Teilhalbe im Alter gestalten“ ist der rote Faden.

Unter dem zweiten Themenschwerpunkt „Arbeit, Wirtschaft und Technik“ veröffentlich sind Beiträge zum betrieblichen Altersmanagement, zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, zur Erhöhung der Erwerbsquoten älterer Menschen, zum Wissensmanagement sowie zum Übergang in den Ruhestand.

Die Beiträge sensibilisieren für die Notwendigkeit, Fragen der Gesundheit und Teilhabemöglichkeiten im Alter vom Lebenslauf aus zu betrachten. Stets, so verdeutlichen die Beiträge, erweist sich die deutschland- und europaweit virulente soziale Ungleichheit im Alter auch als Folge sozial und geschlechtsspezifisch selektiv verteilter Chancen und Risiken im biografischen Verlauf. Die Forschungsergebnisse dieses Sammelbandes mahnen eine grundsätzliche Neuorganisation von Lebensarbeitszeit an und nehmen Unternehmen wie Kommunen gleichermaßen in die Verantwortung. Mehr noch fordern sie dazu auf, Konzepte der Erwerbsbeteiligung, der sozialen Daseinsfürsorge, des Wohnens und Lebens vom Alter aus zu überdenken, sozusagen zu gerontologisieren. Angesichts der hohen betrieblichen Verantwortung für die Ausgestaltung des Erwerbslebens sei den Beiträgen und Erkenntnissen eine breite Rezeption auch in den deutschen Personalbereichen gewünscht.

 

Gerhard Naegele, Elke Olbermann, Andrea Kuhlmann (Hrsg.) (2016): Teilhabe im Alter gestalten. Aktuelle Themen der Sozialen Gerontologie. Wiesbaden. Springer Gabler Verlag.


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